Wolfgang Garofalo Foto: c.jungwirth
Suche:

BIOGRAPHIE

 

Die Südsteiermark ist mehr als eine Landschaft. Sie ist Kultur- und Lebensraum für Menschen, die gewohnt sind, mit Grenzen umzugehen. Mit jenen, die ihnen die Geschichte aufgezwungen hat ebenso wie mit jenen, die den Arbeitsalltag in den Weinbergen und Flusstälern der Region beherrschen. So etwas prägt. Spiegelt sich in den Gesichtern wider. Verleiht den Menschen jene Aura, die Wolfgang Garofalo als Maler so fasziniert.
 
Garofalo setzt diese Menschen in den Mittelpunkt seiner Bilder, implantiert sie in idyllische, bisweilen geheimnisvolle Landschaften, mystische Kulissen oder geläufige Alltagssituationen. Es ist eine Malerei, die aber auch das Unbekannte, das hinter dem Alltag Verborgene aufspürt. Dort, an der verschwommenen Linie zwischen Realem und Fantastischem, zwischen dem Greifbaren und dem nur Gedachten, bisweilen auch Gefürchteten, wird Garofalo zum Grenzgänger zwischen Traum und Wirklichkeit. "Erst dieses Überschreiten der Grenzen ermöglicht tiefe Einblicke und neue Perspektiven", sagt der 1962 geborene Südsteirer mit italienischen Wurzeln. Seine Bilder überzeugen mit gesetzten, kraftvollen Strichen und intensiven, aber nie erdrückenden Farben.
 
Auf seiner Suche nach Motiven hat Garofalo die bäuerliche, schon fast vergessene Arbeitswelt seiner Heimat und Kindheit nie losgelassen. In die Aquarelle und Mischtechniken von zerfurchten Gesichtern, knorrigen Händen, gekrümmten Rücken mischen sich mystische, erotische und religiöse Motive.
 
 
Klaus Höfler, Korrespondent "Die Presse" Steiermark